Archiv für April 2008

28
Apr

wo war der Schäfer?

Wenn ein ICE in eine Schafsherde eilt, fallen Fragen an: Wie kommen die Schafe in den Tunnel? Wo war der Schäfer? Und: war er ein Ein-Euro-Jobber? Für alle, die wissen möchten, wie so etwas passieren kann: Es ist doch ganz einfach, die Schafe waren schweinedicht.

(Da haben wir die Ursache: Schafe, blau bis zum Anschlag, orientierungslos.)

24
Apr

günstig wie nie: waterboarding in den USA!

Amnesty Internation zeigt ab dem 9.Mai in brittischen Kinos, was man unter Waterboarding zu verstehen hat. Zur Erinnerung: während des Waterboardens, was tatsächlich nichts mit Surfen zu tun hat, wird einem Gefangenen Wasser über Mund und Nase geschüttet, und zwar solange, bis sich die Lungen mit Wasser füllen und er meint zu ertrinken. Natürlich sollte der Gefangene während der Prozedur festgeschnallt sein, sonst würde er sich ja wehren.

Die USA halten an der Methode fest, da es sich dabei nicht um Folter handelt. Genausowenig ist der praktizierte Kapitalismus mitschuld an weltweitem Sozialrassismus. Und Bäume wachsen vom Himmel.

Zum Artikel und Video:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1324210

22
Apr

Ein großer Schritt für die Menschheit!

Nun ist es durch und es muss keinem Berliner mehr merkwürdige Blicke einbringen, der sich bereits in der Vergangenheit mit diesem oder jenem Bekannten in der Rudi-Dutschke-Straße verabredet hatte: Wo is die denn?

Trotz einer Anwohnerklage - unter Beteiligung des Alexa-Springer-Kaufhaus-Verlages - und trotz eines aus Ablehnung geborenen Bürgerbegehrens seitens der CDU 2007, dass die Änderung des Straßennamens jedoch vielemehr von Bürgerseite her bestätigte, hat sich die von der TAZ initiierte Idee nun rechtlich durchgesetzt, die Kochstraße nahe dem Checkpoint Charlie in die Rudi-Dutschke Straße umzubenennen.

Verhältnisse lassen sich also tatsächlich ändern. Gratulation!

(Feiern das Urteil über die Umbenennung: nationalistische Jugendliche im Stammlokal in Berlin-Lichtenberg)

21
Apr

Deutsche Bank erfindet die Moral neu!

Dr. J. Ackermann beschließt ohne mit der Wimper zu zucken, dass die neuen Spesenrichtlinien der Deutschen Bank leider keine Bordellbesuche, Pornokino oder Besuche von Striptease-Clubs mehr zulassen.

Und ich habe mich schon gefragt: Wohin mit 14 Mille Jahreseinkommen? Und wie gleichzeitig noch ein guter Familienvater sein? Und in Asien gibts mittlerweile nicht einmal mehr Hunde zu essen; von den armen europäischen Studentinnen, die jetzt einen Großteil ihres Einkommens verlieren nicht zu sprechen.

Danke Josef, für diese vollkommen neue Gelegenheit, Moral zu interpretieren!

20
Apr

In China essen sie Hunde!

Das schlägt dem demokratischen Fass die kommunistische Krone aus! Da demonstrierten in Berlin rund 3000 Chinesen gegen die schlimme Medien-Hetze des Westens in Bezug auf das wunderliche China-befriedet-Tibet-Politprogramm und wunderten sich, dass sich niemand mitfreute. Shen Qin befragt, den seit 1985 in Berlin lebenden chinesischen Wirtschaftsberater und Mit-Initiator der Demonstration, was er denn unter freier Berichterstattung insbesondere etwa aus Tibet verstehe, kam nur irgendwelches barbarische Kauderwelsch heraus, das man am ehesten noch in Bayern versteht. Da traut man sich doch nicht mehr in die Uni!

(Freuen sich beim Picknick, weil sie in China grad nicht verfolgt werden: Hundis)


19
Apr

Arbeitslos? Eine Erfindung von gestern!

Ja, es zieht an auf dem Arbeitsmarkt - erst die rotgrüne Agenda 2010 und bald köhlert die 2020 und schwupps! Finden wir die noch störenden Sozialschmarotzer und Akademiker da, wo sie hingehören: beim Kellnern oder Straßenfegen. So sieht es aus, das Arbeitsbeschaffungsprogramm, mit deren Hilfe wir alle bekommen, was wir verdienen, nein! Nicht verdienen, sondern erhalten. Denn um eine gutmenschliche Lebenserhaltungsmaßnahme handelt es sich doch. Oder wie?

Wer glaubt da noch an den Weihnachtsmann.

Info: http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/immer-mehr-verdienen-immer-weniger/?src=AR&cHash=5f8dc7ae34

16
Apr

Endlich Atomausstieg!

Zwar überstieg die inländische atomare Stromproduktion 2007 den inländischen Stromverbrauch um unrunde 19 Milliarden Kilowattstunden (wo wurde der Saft eigentlich gespeichert?) - trotzdem! Strom muss teurer werden, wer sonst als Otto-Durchbruchs-Verbraucher saniert die Welt-und-Weide-Wirtschaft?

Außerdem: Ein Atomkraftwerk wie Biblis A integrierte selbigen Jahres eine - völlig ungeplante - Ruhephase in seinen atomkernigen Ausstiegsplan, der nu dazu führt, dass es länger arbeiten darf tun tut müssen als geplant. Warum eingentlich nicht? Was soll schon sein und werden?  Alternative Energien? Forschung? Innovation? Ist doch alles klopfzahlloser Biosprit im Fusionsreaktior der freudigen Konsumgesellschaft.

(Ich darf noch länger: Da strahlt das AKW!)

Und natürlich: Die AKW-Betreiber sind voll pro anti gegen einen Ausstieg und handeln entsprechend bürgerfreundlich.

11
Apr

Dikatur in Berlin! (…und dann in ganze Globus!!!)

Peer Steinbrück ist als Bundesfinanzzarewitsch und Merkelbüttel für die euro-deutsche Portokasse verantwortlich. Erklärtes, aber auf lange Sicht mystisches Ziel: Von die rote in pechschwarze Zahlen wechseln, dit janze bis gestern. Jetzt gibts aber Ärger, denn die Bundesregierung hat merkwürdigerweise drauf G8tet, Afrika mehr Geld für Entiwcklung und Bildung zu leihen - Bereiche, die Steinbrücki aber budgetieren will. Wie das?

(Will sich mit Peer unterhalten: ein friedlicher Afrikaner im traditionellen Hochzeitsdress)

Also muss er, der Peer, Groß-Groß-Geldmeister werden. Diktatur sein ist doch ganz einfach. Und ganz Undeutsch.

10
Apr

Keine Prostitution in Deutschland!

Mes chéres études - mein teures Studium, so der Titel des Kassenschlagers aus Frankreich, dem Buch der 18jährigen Laura D., ihres Zeichens Studentin für Sprachwissenschaften. Darin beschreibt Laura, wie sie als Prostituierte ihr Geld fürs Studium aufbringt, wie sie für 250 Euro die Stunde 50jährige Männer massiertubiert usw.

Die Briten blieben den Franzmännern natürlich nichts schuldig und erklären fix in ihrer Wettkampf-Studie “Sex Work and Students”, dass ca. 10 Prozent der Studentinnen in England sich genötigt sähen, ihr Studium durch Prostitution zu finanzieren.

(Der Traum jeder Studentin - ein rotbezogener Futon)

Wo aber bleibt Deutschland? Zu unserer Beruhigung: Zum Glück gibt es hier sowas nicht. “Zahlenmäßig ist uns nichts bekannt”, meint Imke Buß, Vorsitzende des freien Zusammenschlusses von Studentenschaften. Gut so! Dann können wir völlig beruhigt durch die Oranienstraße in Berlin gehen und sehen natürlich keine Studentinnen, die sich für Geld an den Mann bringen, damit sie eine Bildungschance erhalten.

08
Apr

Rentner drangsalieren Kinder!

Schnell werden vor den anstehenden Wahlen von zwangskoalisatorischer Regierungsseite noch die Rentner bedient: 1,1 Prozentpunkte noch mehr Rente! Statt vormals geplanter 5, jetzt satte 13!!! Euro mehr im Monat! Da fährt die Konsumfreude in die verkalkten Gelenge, an der Wertpapieranlage für die Enkel muss nicht mehr gespart werden!

Im Gegenzug werden allerdings die Kinder von Hartz IV - Empfängern nicht am Mittagstisch bedient.

Wir bedauern das sehr, aber: Was sein muss, muss sein! Und zwar fix!