Archiv für 23. März 2008

23
Mär

Kein Erbarmen mit den Deutschen!

Die Deutschen haben bekanntermaßen Probleme. Am meisten damit, sich selbst auf den Füßen herumzustehen. Ein humorloses Pack ohne gleichen!

Natürlich, jede Nation auf dem unweltlichen Klobus hat ihre Macke: die Amis kämpfen mit ihrem Rassismus, die Englänger mit ihrem Parlamentarismus, die Franzosen haben ihre Klassenkämpfe, die Russen leiden an wodkareichen Erinnerungen an einen Kommunismus der ihnen rückblickend – wer mag es Ihnen verdenken? – vielleicht als doch nicht so übel im Vergleich zum Kapitalismus vorkommen mag; die Japaner sind immer noch Faschisten, die Österreicher leiden an was ähnlichem, die Chinesen sind Totalitaristen, die Australier ein Haufen inzestuöser Sträflinge, die Inder hochgradig atomare Friedensreformer, von Polen hat niemand Lust zu reden, die beschreibt Shakespeare besser als es je jemand könnte…

Adolf Hitler am Volksbadetag

(Adolf zeigt den Deutschen, wie hoch ihnen das Wasser steht.)

Die Deutschen leiden aber an was ganz Eigenem! Nicht nur an ihrem Ex-Führer, der leider nicht mehr ist und über den man daher besser schweigt. Die Zeit des talentlosen Postkartenmalers aus Braunau ist terminus post quem und das ist gut so. Wenn er noch für was herhalten kann, dann dafür: Wie konnte so ein stumpfbärtiger Schnösel Volks-Ver-Führer werden?

Die Griechen, oder ihre Brüder, die Römer und später ebenso viele Andere beschreiben die Deutschen stets folgendermaßen: Freiheitsliebend sind sie, von Natur gesund, tapfer, treu, obrigkeitshörig, stark affektiert, rechthaberisch unpolitisch, naiv, naturgläubig, trunksüchtig, ohne Verstand, opportun – die Liste ließe sich bis Weltuntergang fortsetzen. Eine Eigenschaft fehlte aber vollständig: der Humor! Er taucht nirgends auf, an keiner Stelle. Wenn die Deutschen lustig sind, dann tanzen sie rotzbesoffen auf Holzbänken in Bierzelten auf Bayern oder in Mallorca, weil in der Kirche ist es verboten – und das gilt!

 

 

Deutscher Arsch

(Typisch: ein Deutscher Arsch.)

Hätten die Deutschen jemals ansatzweise etwas wie Humor besessen: hätte Adolf wirklich passieren können? Hätte man da nicht erkennen müssen: dieser Mensch ist nichts, ein kleines Lichtlein, ein geltungsbedürftiges Mangelsubjekt, dem es außer an vernünftigem Bartwuchs noch dazu an der Essenz fehlt: Humor.

Ob er Homor war wird ja spekuliert, dass hilft uns aber nicht weiter.

Erst heute Morgen wurde im Penny nebenan ein Opi an der Kasse beinahe von schlechtgelaunten deutschen Mittelständlern und Hartz IV-Empfängern vermöbelt, weil er nicht gleich verstand, dass das Krustenbrot schon aus ist. Diese latente Aggression, die den Humor von uns Deutschen ersetzt, ist, euphemistisch gesprochen, schlicht zum kotzen!

Drum fordere ich uns auf: Sehen Wir uns an und erkennen, sapern endlich aude – auch wir sind nur Menschen. Mit allem Für und Wieder – mal mehr, mal weniger: einfach lächerlich!

Erbarmungslos!

(c) 2008 Michael Bolz