Berlin, Karfreitag: Die Touristen stehen sich am Fernsehturm die Füße platt.
Natürlich, für nur 9,50 Euro oder 20 Mark pro Mann und Mausi, warum nicht? Immerhin kann man sich von oben besehen, wovon man eh keine Ahnung hat, eine Stadt, die sich wandelt, wandelt für sie, für die Touris und deren Zwecke und sozialtouristische Veranlagung.
Aber: wären die nicht, dann könnte man den Fernsehturm längst schon eintüten und in Einzelteilen nach Amerika auslagern, denn ihn ständig zu Anlässen wie Fußball-WM´s rauspfrimeln und mit Telekom-Logos schön machen, is nich. Da kann der gleitcremige Beckenbauer so oft er will das Zwangsläufige herbeizitieren, wird nüscht! Wir are not alone in der globalen Fußballwelt, wie Michael Jackson schon früh bemerkt hat! Und so oberflächlich die Touris zu sein scheinen, einen wesentlichen Nutzen haben sie demnach doch! Denn wer sollte den Unterhalt für die Megarübe bezahlen? Der Staat, Senat, Bezirk? Natürlich, die Sonne geht neuerdings im Wesen auf! Die haben weder Geld für Bildung, für Soziales, für vernünftige Stadtplanung und so weiter. Aber Zeit für tönerne Verfassungsänderungswünsche, wobei keiner bei ist, endlich die Regierungszeit der Beamten von 4 auf 2 Jahre oder nur eines zu kürzen, einer, wo sie sich selbst einer ständigen Kompetenzkontrolle unterziehen müssten.
(Der Fernsehturm von Berlin - wie lange noch, bis er umfällt?)
Also ist das ganze Italienisch, Englisch, Sächsisch, Bayerisch, Griechisch und Spanisch doch eine tolle Sache - fragt sich nur, für wie lange Zeit? Der Tourismus verzögert durch seine Unterhaltsspenden, von denen der Staat auch noch genug abzwackt, nur den Wandel, die Veränderung Berlins in eine Megamall. Und ob die sozialverträglich wird, sei dahingestellt.
Denn wenn die Metropole an ihrer eigenen Geschichte, von der sie voll ist bis zum Bildungsrand, krepiert, dann bleibt ausschließlich die neue Situation, alles abhängig vom Ertrag, den Touristenspenden und die sind wiederum abhängig von der Weltwirtschaftslage. Darüber hinaus entsteht historische und emotionale Leere neben Cafe´s, Souvenirshops, und dem dafür zur Showbühne degradierten Bundesrat.
Na Mahlzeit!
