Archiv für 17. März 2008

17
Mär

Sexuelle politische Diskriminierung!

 

(c) 2008 - von Michael Bolz (Vorsicht! Satire!)

In meiner amtlichen Provokation möchte ich kursiv gefasst Folgendes aufklären:

a) warum Frauen die sexuell politische Diskriminierung erfunden haben

b) und warum und was das mit Rom und Amerika zu tun hat.

Zu Atens: Irgendwann war es soweit gewesen! Die Frauen konnten sich der Gleichberechtigung nur noch auf eine Art und Weise erwehren – indem die schlaueste von Ihnen sprach: „Frauen werden alt und faltig. Männer altern nicht, sie reifen!“ Das geniale an dieser Prothese ist nicht die These selbst, sondern, dass sie einen wesentlichen Zusatz erhielt, der prinzipiell dieselben Auswirkungen mit sich brachte, wie der Kapitalismus für Dritteweltländer. Die Unterwerfung und Unterdrückung unzivilisiert Minderbemittelter – in unserem Falle: Der Männer.

Denn das Geniale war doch die implizite, die strategisch psychologische Bekräftigung der These durch den Satz: Die Männer sehen das so! Natürlich sehen die das so! Auch wenn sie das nicht so sehen wollen. Sie tun, tun, tun es!

Und damit war der Kater im Sack, die Frauen hatten die sexuell politische Diskriminierung erfunden, den Männern untergejubelt und damit reagiert wie ein Crash-Test-Dummie, der, bevor er in einer Luxuslimousinenkarosserie gegen eine Betonwand gebrettert wird, aussteigt und meint, er würde jetzt lieber schwimmen gehen.

Und was sagen die Männer dazu? Gar nix. Was auch? Ist doch total dämlich! Wir altern nicht, wir reifen. Reifen. Denk ich an Michelin! Ayton Senna! Sommer- und Winter! Reifen. Profiltiefe! Geländewagen. Reifen…

Was meinen die Frauen überhaupt damit?

Da kommen wir zu Btens: Ja, was meinen sie damit? Warum sagen Frauen so etwas? Dazu ist ein oberflächlicher Konkurs nötig, der uns Einblicke in das Wesen dieser scheinbar so andersartigen Menschengattung ermöglichen soll: Der Frauen.

Frauen wünschen sich offenbar drei Dinge von einem Mann[1]:

1) Dessen bewusste, vollkommen knechtische Defensivoffenheit deren stetiger Erziehungsanschläge gegenüber (Du willst, was ich will!).

2) Zu einer Zeit um die Mitte des dreißigsten Lebensjahres der Frauen herum, willenloses Entgegenkommen bezüglich des rasend drängenden biologisch bedingten Zerfallsprozesswunsches ein oder mehrere Rudel Kinder in die Welt zu bringen.

Und Drittens: Spontane Impotenz bzw. den vollständigen Verlust jeglicher Kopulations- und Zärtlichkeitsbedürfnisse für die dann noch verbleibende Spanne gemeinsamen Lebens danach.

Wie praktisch!

Das sind Frauen überhaupt: Äußerst praktisch[2]! Eigentlich meistens ausschließlich.

Ein Ballspiel, mit dem ich natürlich nicht angeben will, es diene der Vertiefung der Thematik, die schließlich, dass lässt sich ohne Untertreibung zugeben – die Gesamtheit, Kasus Nominativus, Numerus schizophrenius Pluralis, Genus weiblichae, den globalen Globus seidig umfängt. Und hat auch nichts, rein gar nichts mit Polemik oder Empfängnisverhütung zu tun!

Diese Frau also war im Besitz eines Mannes. Das Lehensverhältnis verlief aus ihrer Sicht heraus durchaus utilitaristisch; er wollte nix, sagte nix, erbrachte regelmäßig seine Abgaben, wofür er gleich minder regelmäßig in bestimmten niederen Bedürfnissen, von denen sie sich loszivilisiert glaubte, Befriedigung erfuhr. Als der Kerl sich aber entschloss, einen eigenen Willen zu entwickeln – in der Praxis bedeutete dies, dass die monarchische Autarkin jederzeit mit einem Bürgerkrieg rechnen musste, der ihre biologische Planwirtschaft auf demokratische Ebene genötigt hätte – da bewies sie, dass sie sehr wohl aus der defensiv-imperialistischen Macht-Geschichte Roms oder Amerikas gelernt hat! Bist du mein Freund nicht, bist du mein Feind! Die Frau war aber, im Vergleich zu Rom oder den Vereinigten Staaten, weniger politisch, sie sagte das nämlich nicht gleich. Sie begann vielmehr im Stillen nach einem neuen Handelspartner Ausschau zu halten.

Und das ist mit latent praktischer Voraussicht ja auch ganz einfach!

Denn Männer wollen ja nichts anderes, als ihren aggressiven Geschlechtsdrang zum Ausgleich von Konzentrationsunterschieden, sprich, zur Diffusion bringen. Stand der vermeintlich neue Partner dann drängend auf seinem Schlauch, erübrigte sich die Despotin noch kurz Mitteilung an den letzten Knecht zu machen, die meist, aber immer, so oder ähnlich klingt: Verschwinde, Macho!

Frauen wollen also von Gleichberechtigung nichts wissen und haben deshalb, wie ich hoffentlich glaubwürdig belegen[3] konnte, die sexuelle politische Diskriminierung erfunden. Doch haben sie, wie ich ebenso nachzuweisen versucht habe, aus der Geschichte nichts gelernt! Was ist denn mit Rom geschehen? Wir erinnern uns: Blubb. Blubb. Blubb. Es ging unter! Was geschieht mit Amerika? Wir sehen: Es muss begreifen, dass es auf dieser Welt nicht allein ist und echte Demokratie bedeutet – politische Gleichberechtigung und Freiheit aller!; nicht prüde defensiv-isolationistische marktwirtschaftsimperialistische unsozialglobale unpolitische monarchiemilitaristische glaubenskonservative diskriminierende in Ansätzen faschistisch totalitäre Überwachungs-Demokratie[4]!

Natürlich sind wohl nicht alle Frauen – und auch nicht alle Amerikaner – so, und auch nicht alle diskriminierend, und wenn doch, geben sie es wenigstens nicht zu, oder werden Sozialarbeiterinnen. In Schulen, Kitas. Im Irak. In Afghanistan.

Global!

Zum Schluss:

Im Moment erscheint die Sonne und es hat draußen, meiner Anzeige des Weather-Channels folgend, drei Grad in Berlin. Guten Tag!



[1] vgl. das tägliche Leben, S. 2008

[2] Hier drängt sich bereits der Vergleich mit Römern und Amerikanern frömmlich auf.

[3] Ich hoffe, der Verweis auf das Leben genügt!

[4] Demokratie: Herrschaftslose, politische Gleichheit und Freiheit. Vgl. Jochen Bleichen „Die athenische Demokratie“, Paderborn, München, Wien, Zürich, 1995, S. 72