Archiv für 5. März 2008

05
Mär

Aus dem Tagebuch eines Märtyrers

Donnerstag, 22.02.2008

Das Telefon schellt. „Matthias?“ Jesus, es ist Beck. „Matthias?“ Ich verneine. „Tu bloß nicht so!“, bellt es durch die Leitung. Ich versuche ihn mit schlechten sozialdemokratischen Lateinkenntnissen abzuwimmeln. „Ich weiß nicht, was ich tun soll! Diese Rückenschmerzen, eine Erkältung die nicht aufhören will, fast fühle ich mich alt, so alt…“ Ich verstehe, beharre trotzdem drauf, dass ich Müller heiße, Industriekaufmann bin. „Und das alles der Linken wegen!“ Er erzählt und erzählt, schildert mir, wie er versucht hat, den Infekt mit Alkohol zu terminieren. „Ständig wird an mir rumgemäckelt, von allen Seiten und überall!“ Ja, bin ich tröstend versucht zu sagen, ja. „Nichts von dem was ich tue, ist Recht, Niemandem.“ Ich unterdrücke meine Tränen.

 

Freitag, 29.02.2008

Trotzdem ich meine Rufnummer geändert habe, die Faxnummer, die Emailadresse, Familie; obwohl ich gar nicht mehr in Brandenburg weile, sondern der Türkei und mich Dubček nenne – die Lage hat sich verschlimmert! Da Beck, zwischenzeitlich das gesamte deutsche Plenum. Wie es mir geht, wie ich es geschafft habe, worin ich Hoffnung finde etc. Der Versuch alles mit dem Konfu-Zionismus zu erklären, scheiterte spätestens parteiübergreifend bei Beckstein. Doch Kurt ist am schlimmsten!

 

Samstag, 30.02…ne, geht nich, 01.03.2008

Auf Rat von Gerd fand ich Erlösung. „Sag ihnen einfach“, meinte er lachend und ich folgte, denn ich sehe mich als Nachfolgenden, der sieht was man ihm zeigt, „sie klingen wie Arbeitslose.“

 

Heute, Datum schnurz:

Genial! Endlich Ruhe.